Operation einer Knieprothese

Die wichtigsten Faktoren, die zu einem gut funktionierenden Kunstgelenk führen sind:

> eine optimale anatomische Ausrichtung
> geringes Gewebetrauma
> gute und rasche Funktionalität / Rehabilitation
> Minimalste Blutverluste
> Ausschaltung der postoperativen Schmerzen

Die anatomische Orientierung wird dem Operateur insbesondere über den operativen Zugang ermöglicht. Unterschieden werden der vordere Standardzugang, bei dem der Zugang zum Gelenk über die innenseitige Begrenzung der Kniescheibe erfolgt, von anderen Zugangsvarianten, die bei minimal invasiven Operationstechniken angewandt werden können.
Der wesentlich Unterschied liegt hierbei beim Verzicht auf eine Spaltung der Kniestrecker-Sehne. Insbesondere bei der frühen Rehabiliation bringen die minimal invasiven Zugangsvarianten Vorteile, sie sind allerdings auch von der Anwendung spezieller Instrumente abhängig, die dem Operateur bei kleinerem Sichtfenster eine vergleichbare anatomische Orientierung bieten. Vor allen Dingen die unikondyläre Schlittenprothese, aber auch der bikondyläre Gelenkflächenersatz kann mit diesen Techniken implantiert werden.

Schon im Vorfeld der Operation müssen anhand standardisierter Röntgenaufnahmen vom gesamten Bein, die wichtigsten anatomischen Orientierungspunkte bestimmt werden. Mit diesen können sowohl die Achsverhältnisse als auch die Implantatgrössen bestimmt werden. Erfolgte dies in vergangenen Zeiten noch per Hand, können diese Messungen und Größenbestimmungen mittlerweile auf eine Genauigkeit bis auf ein zehntel Grad mit einem computer-gesteuerten CAD-System erfolgen. Das eigentliche „Handwerk" bei der Operation erfolgt jedoch nach wie vor durch den Operateur.
Abbildung einer digitalen Planung einer Knieendoprothese

Anhand der digitalen Planung vor der Operation am Computer können die Größen der einzelnen Komponenten bereits bestimmt werden.
Hierdurch kann die Operationszeit vermindert werden.

Ganz gleich welcher Prothesentyp eingesetzt wird, für eine gute Primärfestigkeit und knöcherne Integration werden die Kniegelenksprothesen mit einem Knochenzement verankert. Zur Sicherung der Positionierungsgenauigkeit erfolgen schon während der Operation Röntgenaufnahmen.


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Durch eine minimalinvasive Operationstechnik kann auf ein
Spalten der Kniestreckersehne
verzichtet werden.

Achskorrekturen von O- und X-
Beinen werden schon vor der
Operation am Computer berechnet.