Die Schulterprothese

Es gibt verschiedene Endoprothesentypen. Welches künstliche Schultergelenk für Sie das Beste ist, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen in unserer Schultersprechstunde.
Die Wahl des Prothesentyps ist abhängig von der Qualität des Knochens, der umgebenden Muskeln und Sehnen und von der Ausdehnung der Gelenkzerstörung.
Daher sind für uns die klinische Untersuchung, Röntgenbilder in verschiedenen Ebenen und die Kernspinntomographie (MRT) von großer Bedeutung.

Die Kappenprothese
Ist das Schultergelenk noch nicht zu sehr zerstört und die Knochensubstanz gut, kann gegebenenfalls eine Kappenprothese implantiert werden. Hierbei wird nur wenig Knochen entfernt. Die Kappe wird zementfrei eingebracht und ist insbesondere für jüngeren Patienten mit einer Arthrose des Schultergelenkes geeignet. Die umgebenden Muskeln und Sehnen müssen intakt sein.

Röntgenbild des Schultergelenks von vorne (a.p.)

Das Röntgenbild zeigt einen Schultergelenkverschleiß (Omarthrose) bei einem jungen Patienten.
Bei einer weit fortgeschrittenen Arthrose sind konservative Maßnahmen nicht mehr erfolgsversprechend.

Abbildung der Schulterkappe

Kappenprothese, dieses Prothesen- modell kann zementfreie Implantiert werden.

Mit freundlicher Genehmigung der Firma Synthes

Röntgenbild der Schulterkappe nach Implantation

Kappenprothese, dieses Prothesen- modell kann zementfreie Implantiert werden.

Mit freundlicher Genehmigung der Firma Synthes

Schulterendoprothese ? künstliches Schultergelenk
Ist die Arthrose weiter fortgeschritten und eine Kappenprothese nicht geeignet, so kann ein künstliches Schultergelenk zementfrei oder auch zementiert eingebaut werden. In der Regel wird in den Oberarmschaft eine Stielpothese implantiert kombiniert mit einer künstlichen Gelenkpfanne (Glenoidkomponente). Wie auch bei der Kappenprothese ist eine intakte umgebende Muskulatur Voraussetzung für den Einbau des künstlichen Schultergelenkes. Die Abbildungen zeigen ein Röntgenbild vor und nach Einbau dieser Schulterendoprothese.

Röntgenbild rechtes Schultergelenk

Das Röntgenbild zeigt einen schweren Schultergelenkverschleiss, eine Omarthrose. Der Gelenkspalt ist nahezu aufgehoben, der Gelenkknorpel ist zerstört.

Röntgenbild nach Implantation eines künstlichen Schultergelenks

Das künstliche Schultergelenk soll für eine verbesserte und schmerzlose Beweglichkeit sorgen.

Spezialprothese ? Künstliches Schultergelenk bei Läsionen der Rotatorenmanschette
Bei einer starken Zerstörung des Schultergelenkes kann zusätzlich zum eigentlichen Gelenkschaden auch die Rotatorenmanschette gerissen sein. Wir sprechen in diesem Fall von einer Defektomarthrose. Der Einbau eines normalen künstlichen Schultergelenkes reicht in diesen Fällen nicht aus. Um die fehlende Rotatorenmanschette funktionell auszugleichen, ist ein Spezialimplantat notwendig. Eine spezielle Stützschale sorgt für eine gute Führung des künstlichen Oberarmkopfes

Röntgenbild linkes Schultergelenk

Schwere Defektomarthrose mit zusätzlicher Rotatorenmanschettenriss

Röntgenbild linkes Schultergelenk nach Implantation einer Spezialprothese

Das vordergründige Ziel bei Spezialimplantaten ist es, eine Beschwerdefreiheit zu erreichen.

Diese Patienteninformation gibt Ihnen einen Überblick über die Schwerpunkte der Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten an der Schulter. Natürlich stehen weitere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Bei Ihrer Vorstellung in unserer Spezialsprechstunde besprechen wir mit Ihnen Ihre persönlichen Beschwerden und Befunde und entwickeln ein individuelles Behandlungskonzept.
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Die Wahl des Prothesentyps ist
von Knochenqualität, Gelenkzerstörung und Funktion des Schultergelenkes abhängig!

Bei Zerstörung der Muskelmanschette kommen Spezialprothesen zum
Einsatz